Woher kommt das Frühstücksei?Hühnereier sind aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Viel zu selten wird nachgefragt, wie die braven Hennen leben, die unser tägliches Frühstücksei legen. Unterschiedliche Haltungsformen respektieren das natürliche Verhalten der Hennen oder auch nicht. KäfighaltungBei der Haltung in Käfigen befinden sich die Legehennen in mindestens 40 cm hohen Käfigen aus Drahtgitter. Dabei steht jeder Henne eine Fläche von 550 cm² (18 Hühner pro m²) zur Verfügung. Weiters sind die Käfige mit Futter- und Trinknäpfen von mindestens 10 cm Länge pro Huhn ausgestattet. BodenhaltungUnter Bodenhaltung versteht man die Haltung der Legehennen in großen Hallen, in denen sie sich „frei“ bewegen können. FreilandhaltungDie Freilandhaltung ist - zumindest auf dem Papier - die tierfreundlichste Art der kommerziellen Legehennenhaltung. Dabei steht den Hühnern ein Stall zur Verfügung, der die gleichen Anforderungen wie ein Stall mit Bodenhaltung zu erfüllen hat. Zuätzlich können sich die Tiere frei zwischen Stall und Auslauf bewegen. Biologische LegehennenhaltungBei der Biologischen Legehennenhaltung ist laut Bioland® - Bestimmungen ausschließlich Freilandhaltung zugelassen. Den Tieren muss permanent ein Staubbad zur Verfügung stehen. Außerdem ist die Haltung von Hähnen vorgeschrieben. Die Tiere werden ausschließlich mit Futter aus biologischer Produktion gefüttert. Futtergrundlage ist dabei Getreide und Mais. Märkte, BauernmärkteKeinerlei Kontrolle unterliegen die Bauern und Bäuerinnen, welche Eier aus eigener Produktion auf den Märkten und Bauernmärkten anbieten. Sind sie nicht ausdrücklich deklariert (z.B. als Mitglieder eines Bioverbandes), so stammen die Eier aus unterschiedlichen Haltungen, meist mit Auslauf und konventioneller Zufütterung, die aber weder vom Assessorat, noch von einem Verband kontrolliert werden. Wer Eier auf einem Markt kauft, handelt im Vertrauen auf die Verlässlichkeit des/der Anbieters/In. Vermarktung und KennzeichnungEine europaweit gültige Verordnung legt verschiedene Haltungsarten fest, die sich u. a. im Platzangebot pro Huhn unterscheiden: mindestens 10 m² Platz muss ein Huhn in der Freilandhaltung haben, mindestens 0,14 m² in der Bodenhaltung und im Käfig mindestens 550 cm². Eier-Packstellen: Eier, die in den Handel gelangen, müssen sortiert, verpackt und etikettiert werden. Dies geschieht in Eier-Packstellen, in welchen Eier eines einzelnen, aber auch mehrerer Betriebe verpacken. In den Eier-Packstellen werden die Eier durchleuchtet und nach Qualitäts- und Gewichtsklassen sortiert.
Biologische Eier tragen auf der Verpackung zusätzlich auch noch den Namen des Bioverbandes, den Namen der Kontrollstelle und die Hofnummer.
Kennzeichnung auf dem EiSeit 01.01.2004 müssen in der gesamten Europäischen Union Eier mit einem Erzeugercode gestempelt werden, aus dem die Art der Legehennenhaltung hervorgeht. Ausgenommen bleiben von dieser Regelung Eier, die auf dem Hof des Erzeugers oder an der Haustür verkauft werden.Der StempelAus dem Stempel geht hervor:
Der Stempel setzt sich aus verschiedenen Codes zusammen: Code für das Haltungssystem: 0 = Ökologische Erzeugung 1 = Freilandhaltung 2 = Bodenhaltung 3 = Käfighaltung Code des Registrierungs-Mitgliedstaates (zum Beispiel): AT = Österreich BE = Belgien DE = Deutschland IT = Italien NL = Niederlande Identifizierung des Betriebes: Den Betrieben wird eine individuelle Nummer zugeteilt. Infoblatt: EA29 |
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