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19.12.2016
19.12.2016

Seit dem 13. Dezember 2016 ist die Nährwertdeklaration auf allen verpackten Lebensmitteln europaweit verpflichtend. Bislang waren Informationen zum Nährwert von Lebensmitteln freiwillig


Die Lebensmittelinformationsverordnung der EU (VO EU 1169/2011) schreibt ab dem 13. Dezember 2016 für alle verpackten Lebensmittel eine verpflichtende Nährwertdeklaration vor. Auf der Verpackung müssen Angaben zum Brennwert (Kaloriengehalt) sowie zu den Gehalten an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz gemacht werden. Verbraucher und Verbraucherinnen können so auf einen Blick sehen, wie viel Fett, Zucker oder Salz ein Produkt enthält. Die Angaben beziehen sich immer auf 100 g oder 100 ml des Produkts.

So bedeuten beispielsweise die Angaben „Brennwert: 571 kcal“ und „Zucker: 47,6 g“ auf einer Milchschokolade, dass 100 g dieser Schokolade 571 Kilokalorien sowie 47,6 Gramm Zucker enthalten.

Zusätzlich können die Nährwerte pro Portion in Gramm und als Prozentanteil der Referenzmenge für Erwachsene angegeben werden. Eine Portion von 25 g der oben genannten Milchschokolade enthält 143 Kilokalorien. Damit liefert der Verzehr einer Portion 7,1% der Referenzmenge für die Energieaufnahme von 2.000 Kilokalorien pro Tag für Erwachsene – sofern wirklich nur eine Portion und nicht die ganze Tafel gegessen wird.

Wenn auf der Verpackung genügend Platz vorhanden ist, sind die Nährwerte in Tabellenform anzugeben, bei Platzmangel können sie auch hintereinander aufgeführt werden.

Zusätzlich zu den oben genannten Nährwerten können die Hersteller in der Nährwerttabelle weitere freiwillige Angaben machen, beispielsweise zum Ballaststoffgehalt oder zum Gehalt an ungesättigten Fettsäuren.

Lose verkaufte Lebensmittel, unverarbeitete Produkte wie Obst und Gemüse und alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol sind von der Deklarationspflicht ausgenommen. Verpackte Lebensmittel, welche sich bereits im Handel befinden, aber noch keine Nährwertkennzeichnung tragen, dürfen noch abverkauft werden.



Medien-Information
Bozen, 19.12.2016

18.07.2016
18.07.2016

 

Etikettenschwindel ist bei Olivenölen keine Seltenheit. In den letzten Monaten konnten die italienischen Behörden gleich mehrere Betrugsfälle aufdecken. Strafen gab es nun für einige Hersteller. Sie hatten Olivenöle als „extra vergine“ verkauft, welche den qualitativen Anforderungen nur teilweise entsprachen. 

Angeblich italienisches Olivenöl, welches jedoch tatsächlich aus in Spanien und Griechenland geernteten Oliven gewonnen wurde; Olivenöl „extra vergine“ - laut Etikette -, welches sich als gefärbtes raffiniertes Soja- und Sonnenblumenöl herausstellte ... Dies sind nur zwei Beispiele für Betrugsfälle, welche die italienischen Behörden in den letzten Monaten aufdecken konnten.

Nun hat die nationale Wettbewerbsbehörde Antitrust über mehrere Hersteller Strafen wegen unlauterer Geschäftspraktiken verhängt. Die beanstandeten Öle stammen von den Marken Lidl, Carapelli, Sasso, Bertolli und Coricelli. Die Staatsanwaltschaft ließ die entsprechenden Proben durch das Labor der Zollagentur untersuchen. Die Olivenöle waren als „extra vergine“ verkauft worden, obwohl sie laut Untersuchungsergebnissen nur der Güteklasse „vergine“ entsprechen. Konsumenten und Konsumentinnen haben dadurch mehr Geld für ein nur vermeintlich höherwertiges Produkt bezahlt.

Ins Rollen gekommen war die Angelegenheit durch einen Test der Verbraucherschutz-Zeitschrift „Il Test – Salvagente“ vom Juni 2015. Bei diesem Test waren neun von 20 Olivenölproben „extra vergine“ aufgrund der sensorischen Prüfung auf das Qualitätsniveau „vergine“ abgestuft worden. Die festgestellten sensorischen Fehler betrafen eine „schlammige“ Geschmacksnote („morchia“), eine ranzige Geschmacksnote und eine feuchte, erdige Schimmelnote („muffa/ umidità/ terra“).

Olivenöl der Güteklasse „extra vergine“ stammt aus Kaltpressung und darf einen Säuregehalt (Gehalt an freien Fettsäuren) von maximal 0,8 Prozent aufweisen, der Geschmack muss fruchtig und frei von sensorischen Fehlern sein. Olivenöl der Güteklasse „vergine“ wird ebenfalls ausschließlich mit mechanischen Verfahren und ohne Wärmeeinwirkung gewonnen, darf jedoch leichte sensorische Fehler und einen höheren Säuregehalt von bis zu 2 Prozent aufweisen. Für Olivenöle der Güteklassen „extra vergine“ und „vergine“ ist zudem eine Herkunftsangabe vorgeschrieben. Wird beispielsweise „Italien“ als Herkunft genannt, bedeutet das, dass die Oliven in Italien geerntet und gepresst wurden. 

 

 

 

Infos

Anhänger der Techno-Szene locken sie mit kraftvollen Namen wie „Bullit“, „Red Bull“, „Black Panther“, „Flying Horse“ oder „Red Kick“. Für die Science-Fiction-Anhänger kommen sie als „Power Point“, „Warp 4“ oder „Magic Man“ auf den Markt. Und Wellness-Wellenreiter sind wohl die Zielgruppe des Energy-Drinks „fit for fun“.

Bananen sind bei uns ein beliebtes Obst, besonders in der kalten Jahreszeit, wenn auf den einheimischen Obstbäumen nichts Frisches wächst. Bananen sind gesund, heißt es, sie enthalten Vitamine und Mineralstoffe und liefern Energie.
Doch Bananen tragen, was ihr ökologisches und menschenrechtliches Sündenregister angeht, eine schwere Last.
Rund 50 Millionen Tonnen Bananen werden jährlich für den europäischen Markt produziert. Und sie stammen fast alle aus Mittelamerika, vornehmlich aus Costa Rica, Honduras.
 

Winterliche Sommergenüsse: Vorsicht Schadstoffe!

Peperoni, Zucchini und Melanzane sind typisches Sommergemüse. Doch beheizte Treibhäuser machen es möglich, dass wir diese Gemüsesorten auch mitten im Winter zu kaufen bekommen. Die Treibhäuser stehen in vor allem in Südeuropa, also in Italien, Spanien, Griechenland und in der Türkei. Damit das Gemüse auch im Winter ordentlich wächst und schön aussieht, braucht es in den Treibhäusern aber nicht nur Wärme, sondern auch einen gewaltigen Aufwand an Pestiziden. So gewaltig, dass sich die Chemikalien auf den Früchten nicht mehr abbauen.

Man benötigt fast schon eine schriftliche Anleitung, um mit all den verschiedenen Varianten der Deklarationspflicht für verarbeitete Lebensmittel aus biologischem Anbau zurecht zu kommen. Das entsprechende EU-Reglement Nr. 392/2004 mag zwar Ordnung in den Wildwuchs von „biologisch“ und „ökologisch“ gebracht haben, transparent und vor allem für die Verbraucher auf Anhieb verständlich ist es aber nicht, wie allein schon das Beispiel „Tomatensoße“ zeigt.

Würstchen, Käse, Joghurt, Cola, Margarine, Frucht-saftgetränke, Bier und vieles andere mehr - und alles in der “light” Version – soll, so verspricht es zumindest die Werbung, denjenigen helfen, die gut und viel essen aber doch schlank bleiben oder gar abnehmen möchten.

Mit dem englischen Begriff “light” (“leicht”) können, laut EU-Bestimmungen, Esswaren bezeichnet werden, die einen um wenigsten 30% verminderten Nährstoff- und Energiegehalt (weniger Kalorien bzw. Joule) besitzen.

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