Versicherung und Vorsorge

Versicherung Vorsorge

News

12.04.2017
12.04.2017

SüdtirolerInnen geben pro Kopf 2.105 Euro für Versicherungen aus

Über 60% davon fließen in Lebensversicherungen – Versicherungsbedarf regelmäßig ermitteln


Für Versicherungen haben Südtirols BürgerInnen im Jahr 2015 durchschnittlich 2.105 Euro pro Kopf ausgegeben. Dies geht aus einer Studie der Versicherungsaufsichtsbehörde IVASS hervor. Demnach flossen mit 1.300 Euro über 60% der jährlichen Versicherungsbeiträge in Lebensversicherungen. Um sich gegen Schäden und Risiken abzusichern, gaben die Versicherten 2015 im Durchschnitt pro Kopf 805 Euro für Kfz-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und Rechtsschutzversicherungen aus.

Im italienischen Durchschnitt gaben die BürgerInnen der Studie zufolge 2.417 Euro pro Kopf für Versicherungsprodukte aus. Davon entfielen 1.838 Euro auf Lebensversicherungen und 579 Euro auf die anderen Versicherungssparten.

Im Vergleich zu 2010 ist eine beträchtliche Zunahme der Ausgaben für Versicherungsprämien in Südtirol festzustellen, 11,9% mehr im Bereich der Lebensversicherungen und 32,6% mehr bei den Schadensversicherungen, insgesamt stiegen die Pro-Kopf-Versicherungsprämien immerhin um 16,4%.

"Auf der Basis der vorliegenden Zahlen lässt sich einerseits die gern geäußerte Vermutung, die Südtiroler seien ein Volk, das sich übermäßig mit Versicherungsprodukten eindeckt und quasi überversichert ist, nicht bestätigen,“ erklärt dazu die Verbraucherzentrale Südtirol. „Andererseits kann man sich selbstverständlich nicht gegen jede Unbill des Schicksals absichern. Umso wichtiger ist es, sein Geld gezielt einzusetzen, um die größten finanziellen Risiken abzudecken. Dazu ist eine regelmäßige Analyse des eigenen Versicherungsbedarfs notwendig. Dieser kann auch bei der Verbraucherzentrale Südtirol gemacht werden und hilft vor allem drei Fragen zu klären: Was brauche ich unbedingt, was ist eigentlich überflüssig und wie viel soll die Risikoabdeckung kosten. Einen großen Fehler sollte man allerdings vermeiden: die Risikoabsicherung an eine Kapitalanlage zu koppeln. Dies ist besser zu trennen. Versicherungsvertreter und Banken verkaufen solche Produkte gern, denn sie bringen höhere Provisionen als reine Risikoversicherungen.“
 

26.01.2017
26.01.2017

Jedes Jahr 10.000 Haushaltsunfälle in Südtirol


Seit 2001 gibt es in Italien die Pflichtversicherung für alle Hausfrauen und Hausmänner, die zwischen 18 und 65 Jahre alt sind und gewohnheitsmäßig, ausschließlich und unbezahlt Hausarbeit für die Familie verrichten. Auch Rentner unter 65 Jahren sind der Pflicht unterworfen. Die Prämie ist wie jedes Jahr bis spätestens am 31. Jänner fällig und die Versicherungsprämie von 12,91 Euro muss dem Arbeitsunfallinstitut INAIL einbezahlt werden. Dort erhält man auch Auskünfte und online gibt es eine entsprechende Broschüre (leider nur in italienischer Sprache). Wer als Person ein Einkommen unter 4.648 Euro jährlich und ein Familienjahreseinkommen unter 9.296,22 Euro hat, bekommt die Pflichtunfallversicherung kostenlos.

Welche Leistungen?
Mit dieser Police werden Haushaltsunfälle abgedeckt die zu einer Arbeitsunfähigkeit von 27% und darüber führen. Wird also ein entsprechend schwerer Haushaltsunfall festgestellt, so wird eine lebenslange Monatsrente zwischen 186,18 Euro für eine Invalidität von 27% bis zu 1.292,90 Euro bei 100% vom INAIL ausbezahlt. Die INAIL-Renten sind zudem steuerfrei. Im Falles eines tödlichen Haushaltsunfalles ist eine Hinterbliebenenrente für jene vorgesehen, die laut Gesetz darauf Anspruch haben.

Viele Haushaltsunfälle
Laut Expertenberechnungen haben laut letzten Zahlen im Laufe eines Jahres 2,9 Prozent der Frauen und 1,8 Prozent der Männer einen Unfall in Südtirols Haushalten mit gesundheitlichen Folgen. Durchschnittlich verletzen sich demnach in Südtirol pro Jahr 10.000 Personen bei Unfällen im Haushalt, wobei es in zwei von drei Fällen Frauen trifft. Zum Vergleich wurden 2015 in Südtirol 1.648 Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Toten verzeichnet.


Medien-Information
Bozen, 26.01.2017

Infos

Beschwerderegister und IVASS Beschwerdedienst

Das Verhalten des Versicherungsvertreters ist nicht korrekt oder der Schadensfall wird nicht ordnungsgemäß ausgezahlt?

Dies muss man nicht auf sich sitzen lassen. Seit 31. März 2004 ist für jede in Italien autorisierte Versicherungsgesellschaft obligatorisch, ein elektronisches Beschwerderegister einzurichten und zu führen. Dies besagt das Rundschreiben Nr. 518/D vom 21. November 2003.

like-512_0.png

like-512_0.png

Top