Energieverbrauch von Haushaltsgeräten

Fast der gesamte in Südtirol benötigte Strom kommt von Wasserkraftwerken. Im Vergleich zu anderen Ländern wird er also aus weitgehend umweltfreundlichen Quellen hergestellt. Dies ist aber kein Grund, damit verschwenderisch umzugehen. Außerdem bedeutet Strom sparen gleichzeitig auch Geld sparen.

Damit der Stromverbrauch des eigenen Haushaltes bereits von vornherein so niedrig wie möglich gehalten werden kann, ist es notwendig bei der Anschaffung von Haushaltsgeräten auf einen möglichst geringer Verbrauch zu achten.
 

Wo wird am meisten Strom benötigt?

3% Geschirrspülen
9% Elektroherd
11% Kühlschrank
4% Waschmaschine
3% Wäschetrockner
7% Computer, TV und Audio
8% Beleuchtung
15% Warmwasserbereitung
30% Sonstiges, wie Kleingeräte, Heizungspumpe, ...

Quelle: Publikation des Verbrauchermagazins "Öko-Test“

Die obigen Werte dienen lediglich als Richtwerte. Um das eigene Sparpotential abzuschätzen, müssen die Werte individualisiert werden. Wenn es in einem Haushalt zum Beispiel keine elektrische Warmwasserbereitung gibt, dann gibt es diesbezüglich natürlich auch keinen Stromverbrauch und sämtliche prozentualen Werte ändern sich.
 

Etikettierung der Haushaltsgeräte

Um den Verbrauch der einzelnen Geräte untereinander vergleichen zu können wurde durch die Europäische Union die Kennzeichnung der Energieeffizienz bei Haushaltsgeräten vorgeschrieben.

Folgende Haushaltsgeräte müssen lt. EU-Richtlinie gekennzeichnet sein:

  • Kühl- und Gefriergeräte und entsprechende Kombinationsgeräte
  • Weinlagerschränke
  • Waschmaschinen und Wäschetrockner und entsprechende Kombinationsgeräte
  • Geschirrspüler
  • Elektrobacköfen und Dunstabzugshauben
  • Lampen und Leuchten)
  • Raumklimageräte
  • Fernsehgeräte
  • Staubsauger
  • Warmwasserbereiter und -speicher


Die Geräte werden in Effizienzklassen von "A+++" (niedriger Verbrauch) bis "G" (hoher Verbrauch) eingeteilt. Die Buchstaben kennzeichnen, wie viel elektrische Energie das Gerät im Verhältnis zum europäischen Durchschnitt verbraucht. Zusätzlich zur Energieeffizienzklasse sollte stets auch der Jahresverbrauch in Kilowattstunden (kWh) und andere Verbrauchsdaten, wie z.B. im Falle der Waschmaschine der Wasserverbrauch in Liter betrachtet werden, um eine tatsächliche Aussage über den Energieverbrauch tätigen zu können.

 

Anschaffung von energiesparenden Haushaltsgeräten

Die Anschaffung von besonders energiesparenden Geräten lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn der Kaufpreis etwas höher. Da sich die niedrigen Betriebskosten in den meisten Fällen auf lange Frist bezahlt machen.

Aus ökologischer Sicht wäre es nicht sinnvoll, wenn nur wenige Jahre alte Geräte durch energiesparendere ersetzt würden. Jedes Gerät benötigt viel Energie für die Rohstoffgewinnung, die Herstellung, den Transport und außerdem wird durch das Wegwerfen unnötiger Müll produziert.

Der Stromverbrauch für das Kühlen und Gefrieren beträgt rund 1/4 des gesamten Stromverbrauchs. Die Geräte sollten an die Größe, die Einkaufs- und Eßgewohnheiten der Familie angepasst werden.

Ein Kühlschrank bzw. eine Kühl-Gefrier-Kombination sollte für einen Ein- bis Zweipersonenhaushalt einen Nutzinhalt von ca. 100 bis 160 Liter haben.

Als Faustregel gilt:
Kühlschrank ca. 60 Liter pro Person
Gefriergerät ca. 50 - 80 Liter pro Person

 

Strom sparen

Durch die Anschaffung von energiesparenden Haushaltsgeräten kann zwar bereits im Vorhinein ei-ner zu hohen Stromrechnung entgegengewirkt, jedoch durch einen bewussten und vernünftigen Umgang mit Strom kann zusätzlich einiges an Energie eingespart werden.

Einige Tipps dazu:

  • Energieeffiziente Lampen verwenden;
  • beim Verlassen der Räume Licht immer ausschalten;
  • Geräte mit Bereitschaftsdienst (rote Lampe brennt), wie Fernseher, Radio, Kaffeemaschine, usw. immer ganz ausschalten;
  • Kühl- und Gefriergeräte an einem kalten Ort aufstellen;
  • Kühl- und Gefriergeräte an die Größe des Haushalts anpassen;
  • Kochtöpfe und Pfannen sollten an die Größe des Kochfeldes angepasst sein;
  • Kochen mit geschlossenem Deckel;
  • Kochfeld vorzeitig abschalten und Restwärme nutzen;
  • Schnellkochtopf verwenden;
  • Eierkocher verwenden;
  • Backofen nur so lange vorheizen, wie unbedingt notwendig;
  • Backofen vorzeitig ausschalten und somit Restwärme nutzen;
  • Waschmaschine und Geschirrspüler nicht halb voll laufen lassen;
  • auf eine geeignete Bügelfeuchte achten.


Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie in unseren Infoblättern „Stromsparen leicht gemacht“ und „Ständig unter Strom – Standby-Betrieb“.


Unser Tipp:
Auf den Internetseiten www.spargeraete.de und www.stromeffizienz.de finden sie kostenloses Informationsmaterial über besonders energiesparende Haushaltsgeräte.

Stand
09-2018

like-512_0.png

like-512_0.png

Top