Wohnbaufinanzierung, Förderung und Steuern

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21.07.2017
21.07.2017

Für die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen an Gebäuden und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen sind für das Jahr 2017 einige Millionen Euro vorgesehen worden. Ist der Fördertopf aber leer, gibt es erst wieder 2018 neue Geldmittel. Wer diese dann in Anspruch nehmen will, muss ein neues Gesuch einreichen.

Die Einreichefrist für die Landesförderungen ist der 31. Juli. Bis zu diesem Datum können die Gesuche für die Durchführung von Energiesparmaßnahmen und für den Einsatz erneuerbarer Energiequellen eingereicht werden.

Aber Vorsicht: mit den Arbeiten sollte erst dann begonnen werden, wenn man die Beitragszusage erhalten hat. Ist der Geldtopf nämlich leer, wird das Gesuch abgelehnt und man kann erst wieder 2018 ansuchen. Wer in diesem Falle also bereits mit den Arbeiten begonnen haben sollte, läuft Gefahr, keine Fördermittel zu erhalten, nachdem das Ansuchen jeweils vor Beginn der Arbeiten einzureichen ist.

Es ist zwar im Moment davon auszugehen, dass die Geldmittel für das heurige Jahr ausreichen werden; wer aber auf Nummer sicher gehen will, sollte auf jeden Fall auf die Zusage des Amtes für Energieeinsparung warten. Bestenfalls erhält man nach ca. 2 Monaten Bescheid. Je nachdem wie viele Gesuche eingereicht werden, kann es aber auch 3 bis 4 Monate oder länger dauern, bis man eine Antwort vom Amt erhält.

Zur Erinnerung für folgende Energiesparmaßnahmen erhält man einen bis zu 50%igen Beitrag von Seiten des Landes:

  • Für die Wärmedämmung von Dächern, Außenmauern, obersten und untersten Geschossdecken, Terrassen und Lauben an bestehenden Gebäuden.
  • Für den Austausch von Fenster und Fenstertüren.
  • Für den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung an bestehenden Gebäuden.
  • Für die energetische Sanierung einzelner Baueinheiten.
  • Für den hydraulischer Abgleich an bestehenden Heiz- und Kühlanlagen.
  • Für den von thermischen Solaranlagen
  • Für den Einbau von Hackschnitzel-, Pellets- oder Stückholzanlagen, sowie den Einbau von Wärmepumpen in bestehenden Gebäuden.


Hinweis für Kondominien
Kondominien mit mehr als 5 Wohneinheiten erhalten für die Wärmedämmung von Dächern und Außenmauern und unter der Voraussetzung, dass das gesamte Gebäude nach der Sanierung dem KlimaHaus C-Standard entspricht oder das Gütesiegel R erreicht, einen Beitrag in Höhe von bis zu 70% der anerkannten Kosten.

Hilfreiche Informationen
Weitere Infos rund um die Förderungen sind in den verschiedenen kostenlosen Infoblättern der Verbraucherzentrale Südtirol enthalten. Diese sind über unsere Webseite, dem Verbrauchermobil, dem Hauptsitz und den Außenstellen erhältlich.

Alternativ zu den Infoblättern bietet die Verbraucherzentrale eine technische Bauberatung, welche jeweils montags von 9-12 und 14-17 Uhr telefonisch unter 0471-301430 zur Verfügung steht. Bei Bedarf können auch persönliche Fachberatungen vereinbart werden (Anmeldung erforderlich!).
 

12.07.2017
12.07.2017

Nachdem es immer wieder vorkommt, dass bei der Vorgangsweise zur Inanspruchnahme von Steuerabschreibungen kleine oder größere Fehler passieren, die eine gültige Anwendung der verschiedenen Steuerboni zu Nichte machen, möchten wir hier noch eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Schritte aufzeigen, die vor, während und nach der jeweiligen Baumaßnahme notwendig sind, um nicht Gefahr zu laufen, dass das vermeintlich ersparte Geld aus diesen Steuervergünstigungen verloren geht.

Um den Steuerabzug im vollen Ausmaße nutzen zu können, sollte im Vorfeld abgeklärt werden, ob ausreichend Einkommenssteuern bezahlt werden.

Vorweg sei darauf hingewiesen, dass sich jeder selber bei den professionellen Beratern in Sachen Steuern alle nötigen Informationen rechtzeitig – das heißt vor Baubeginn – einholen sollte und sich nicht auf die sicher gut gemeinten Informationen der betroffenen Firmen und Handwerker oder Techniker verlassen sollte, da sich erfahrungsgemäß ziemlich oft herausstellt, dass diese Auskünfte in Bezug auf verwaltungstechnische Abwicklung unvollständig oder falsch sind. Die Leidtragenden und allein Verantwortlichen sind die betroffenen Personen, welche die Arbeiten in Auftrag geben und den Steuerbonus nutzen wollen.

Zunächst sollte man großen Wert auf eine gut durchdachte Planung legen.


Um welche Baumaßnahmen handelt es sich?

Betrifft es eine Wohneinheit oder ein ganzes Mehrfamiliengebäude? Je nach Art der Baumaßnahme sollte man einen technischen Bericht abfassen über den Ist-Zustand und den Soll-Zustand (das kann z.B. ein Techniker oder auch der Bauherr selbst zusammenstellen), um für die Zukunft die notwendige Baumaßnahme auch rechtfertigen zu können (z.B. gegenüber einer Steuerkontrolle), da die Beweislage dann viel überzeugender ist.


Welche Auflagen, Meldungen und Genehmigungen muss ich mit der Gemeinde abstimmen?

Diese müssen stets vor Baubeginn beim Bauamt der Gemeinde abgeklärt werden.
Vor Baubeginn muss ich beim Arbeitsinspektorat der Autonomen Provinz Bozen die Vorankündigung des Baubeginns per Einschreibebrief, Fax oder PEC einreichen. Das ist immer dann notwendig, wenn auf der Baustelle mehr als eine Firma tätig ist, unabhängig ob gleichzeitig oder nicht; sollten im Laufe der Arbeiten weitere Firmen dazukommen, muss jede Änderung nachgemeldet werden.

 

Mit den jeweiligen Firmen muss der Bauherr einen Werkvertrag erstellen, um den Mehrwertsteuersatz von 10% anwenden zu können. Dabei sei zu beachten, dass die bedeutenden Güter eine Sonderbehandlung verlangen.

Die Zahlung der Rechnungen muss per Banküberweisung erfolgen, mit der richtigen Begründung: entweder „Umbauarbeiten gemäß Art.16-bis DPR 917/86“ oder „energetische Sanierung gemäß Art.1, c. 344-347, Gesetz 27.Dez.2006, N. 296“, unter Angabe von Rechnungsnummer und -datum, MwSt.Nr. des Unternehmens sowie Steuernummer der Person, die den Bonus in Anspruch nimmt.

Für den Steuerbonus für energetische Sanierung und Sonnenschutz (zur Zeit 65%) muss innerhalb von 3 Monaten nach Bauende eine telematische Meldung an die Behörde ENEA nach Rom gemacht werden. Versäumt man das, geht der Bonus verloren.

Wer sich den 50%igen Steuerabzug durch das Land in Form eines zinslosen Darlehens vorfinanzieren lassen möchte, muss zusätzlich einige Auflagen berücksichtigen. Auch diese sollten im Vorfeld im Detail geklärt werden.

Abschließend verweisen wir auf unsere Internetseite unter „Themen – Wohnbaufinanzierung – Förderung - Steuern“ mit ausführlicher Information als Steuerleitfaden. Für nähere Details und Informationen können Sie sich an den Beratungsdienst der VZS wenden.
 

19.05.2017
19.05.2017

Kürzlich wurden sowohl die Verlängerung der Vorfinanzierung des 50%igen Steuerabzuges von Seiten der Landesregierung beschlossen, als auch der Termin für die Beitragsgesuche von Seiten des Amtes für Energieeinsparung verlängert.

Zwei wichtige Verlängerungen wurden in den Monaten April und Mai auf den Weg gebracht:

  • Vorfinanzierung des 50%igen Steuerabzug durch das Land
  • Fristverlängerung für die Beitragsgesuche vom Amt für Energieeinsparung

Zur Erinnerung: seit 2014 kann unter verschiedenen Voraussetzungen der 50%ige Steuerabzug vom Land vorfinanziert werden. Bei dieser Vorfinanzierung handelt es sich um ein zinsloses Darlehen, welches von der Abteilung 25, dem Amt für Wohnungsbau des Landes vergeben wird. Das vom Land gewährte Darlehen muss in 10 gleichen Jahresraten zurückerstattet werden muss.

Voraussetzungen im Kurzüberblick:

  1. Die Wohnung muss als Hauptwohnung dienen
  2. Der Gesuchsteller muss das ausschließliche und volle Eigentum oder das Fruchtgenussrecht der sanierten Wohnung besitzen
  3. Die Wohnung muss in der Provinz sein
  4. Der Gesuchssteller muss den meldeamtlichen Wohnsitz in dieser Wohnung haben oder diesen innerhalb 6 Monaten nach Abschluss der Arbeiten in diese Wohnung verlegen
  5. Der Gesuchssteller muss seinen Wohnsitz oder Arbeitsplatz seit mindestens 5 Jahren in der Provinz haben

Bei der zweiten Verlängerung handelt es sich um die Terminverlängerung für die Beitragsgesuche von Seiten des Amtes für Energieeinsparung. Für 2017 wurde die Einreichefrist für die Förderung von Energiesparmaßnahmen und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen auf 31. Juli verlängert.

Hilfreiche Informationen
Weitere Infos rund um die Förderungen sind in den verschiedenen kostenlosen Infoblättern der Verbraucherzentrale Südtirol enthalten. Diese sind über das Internet (www.verbraucherzentrale.it), dem Verbrauchermobil, dem Hauptsitz und den Außenstellen erhältlich.

Alternativ zu den Infoblättern bietet die Verbraucherzentrale eine technische Bauberatung, welche jeweils montags von 9-12 und 14-17 Uhr telefonisch unter 0471-301430 zur Verfügung steht. Bei Bedarf können auch persönliche Fachberatungen vereinbart werden (Anmeldung erforderlich!).

19.04.2017
19.04.2017

„Falsche“ Überweisungen können korrigiert werden

Um den Steuerabzug für energetische Sanierung und Wiedergewinnung in Anspruch nehmen zu können, müssen normalerweise die entsprechenden Zahlungen durch eine sogenannte „sprechende Überweisung" (im Original „bonifico parlante“, d.h. Überweisung mit Angabe der Steuernummer des Auftraggebers, der Mwst-Nr. des Empfängers, der gesetzlichen Regelung sowie des angewandten Vorsteuer-Abzug) durchgeführt werden.

Die Agentur für Einnahmen hat nun bestätigt, dass nur in jenen Fällen, in denen es nicht möglich ist, eine Überweisung, die ohne diese Informationen durchgeführt wurde, erneut und richtig durchzuführen, die „falsche“ Überweisung dennoch zum Steuerabzug berechtigen kann (siehe Rundschreiben Nr. 43/E vom 18.11.2016). Dafür muss der Steuerpflichtige aber eine Erklärung (in Form einer „dichiarazione sostitutiva di atto notorio“) vorweisen können, welche vom Empfänger der Überweisung ausgestellt wurde und bezeugt, dass die erhaltenen Summen in der Buchhaltung des Unternehmens richtig verbucht wurden, um die Steuergrundlage des Unternehmens korrekt ermitteln zu können.

Dies gilt allerdings nur, wenn eine Neu-Überweisung in richtiger Form unmöglich ist, also z.B. wenn der Unternehmer nicht mehr tätig ist, Konkurs erlitten hat, verstorben ist, oder sich schlicht weigert, die erhaltenen Summen zurückzuerstatten, auch wenn eine neue und korrekte Überweisung durchgeführt würde.

Das Rundschreiben Nr. 43/E hat auch klar gestellt, dass beim Kauf einer zugehörigen Garage die Überweisung auch bereits vor dem Vorvertrag oder dem Notariatsakt durchgeführt werden kann, wenn einer dieser beiden Akte vor der Steuererklärung des Käufers verfasst wird. Dabei muss auch hier bei einer „falschen“ Überweisung eine entsprechende Erklärung vorhanden sein. Zudem muss eine Bescheinigung der Baufirma vorliegen, welche die Kosten für die Realisierung der Garage enthält.

03.03.2017
03.03.2017

In Zukunft gibt es für die verschiedensten Energiesparmaßnahmen und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen höhere Fördergelder vom Land. Bis zu 70% Beitrag erhält man künftig für Maßnahmen zur Wärmedämmung von Gebäuden, den Fensteraustausch, den Austausch der alten Heizanlage und vieles mehr.

Eine Landesförderung von bis zu 70% für die verschiedensten Energiesparmaßnahmen ist das Resultat monatelanger Vorarbeit von Seiten der zuständigen Landesämter. Generell wird der Landesbeitrag im Ausmaß von 50% der anerkannten Kosten vergeben. Im Falle der Wärmedämmmaßnahmen kann er auf 30% herabgesetzt oder im Falle von Kondominien mit mindestens 5 Baueinheiten sogar auf 70% angehoben werden. Von diesen Förderungen betroffen sind in erster Linie bestehende Gebäude. Für den Neubau gibt es hingegen kaum mehr Förderungen.

Alternativ zu den staatlichen Steuerabzügen für die verschiedensten Energiesparmaßnahmen haben KonsumentInnen nun die Möglichkeit, auf Landesebene einen einmaligen Beitrag in Anspruch zu nehmen. Dies kann durchaus eine interessante Alternative zu den Steuerabzügen darstellen, welche zwar in Höhe von bis zu 75% vergeben werden, jedoch erst im Lauf von 10 Jahren wieder in die Geldtasche der KonsumentInnen zurückfließen. Der Landesbeitrag wird hingegen je nach Verfügbarkeit im Normalfall innerhalb einiger Monate ausbezahlt.

Um in den Genuss des Landesbeitrages zu kommen, muss die Baukonzession des Gebäudes vor dem 12. Jänner 2005 ausgestellt worden sein. Lediglich der Einbau einer thermischen Solaranlage, einer Photovoltaikanlage und der Bau einer Windkraftanlage sind auch im Falle eines Neubaus zur Förderung zugelassen.

Der Landesbeitrag wird für folgende Maßnahmen vergeben:

  • Wärmedämmung von Außenwänden, Dächern, obersten und untersten Geschossdecken, Lauben und Terrassen
  • Austausch der Fenster und Balkontüren
  • Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
  • Energetische Sanierung einzelner Baueinheiten
  • Hydraulischer Abgleich bestehender Heiz- und Kühlanlagen
  • Einbau von thermischen Solaranlagen
  • Einbau von automatisch beschickten Heizanlagen für feste Brennstoffe, wie Hackschnitzel und Pellets, sowie der Einbau von Stückholzanlagen
  • Einbau von Wärmepumpen
  • Einbau von Photovoltaikanlagen und Bau von Windkraftanlagen, welche nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden können
  • Um in den Genuss des Beitrages zu kommen, muss vor Beginn der Arbeiten ein entsprechendes Gesuch an das Amt für Energieeinsparung gerichtet werden. Die Gesuchsformulare stehen auf der Internetseite der Provinz zur Verfügung (http://umwelt.provinz.bz.it/foerderung-energieeinsparung-nutzung-erneuerbarer-energie.asp).

Zudem müssen verschiedene Voraussetzungen, wie z.B. das Erreichen der KlimaHaus Zertifizierung (C oder R) erfüllt werden.

Hilfreiche Informationen
Weitere Infos zum Thema Förderungen und allgemeine Energiespartipps sind in den verschiedenen kostenlosen Infoblättern der Verbraucherzentrale Südtirol enthalten. Diese sind über das Internet (www.verbraucherzentrale.it), dem Verbrauchermobil, dem Hauptsitz und den Außenstellen erhältlich.

Alternativ zu den Infoblättern bietet die Verbraucherzentrale eine technische Bauberatung, welche jeweils montags von 9-12 und 14-17 Uhr telefonisch unter 0471-301430 zur Verfügung steht. Bei Bedarf können auch persönliche Fachberatungen vereinbart werden (Anmeldung erforderlich).

17.02.2017
17.02.2017

Vergünstigung gilt bis 31.12.2017 beim Kauf von Baufirmen einer Wohnung der Energieklasse A oder B

Als Nachtrag zum Bilanzgesetz 2017 wurde im Gesetzesdekret „Milleproroghe“ vom 30. Dezember 2016 Nr. 244 diese Verlängerung eingefügt und vom Senat am 16.02.2017 genehmigt und der Abegeordnetenkammer zu definitiven Verabschiedung innerhalb Ende Februar 2017 weitergeleitet.

Demnach ist es auch 2017 möglich, die Hälfte der bezahlten Mehrwertsteuer auf allen Rechnungen, die den Kauf direkt von der Baufirma einer Wohnung der Ernergieklasse A oder B betreffen, von der eigenen Steuerschuld abzuziehen, und zwar – wie üblich – in 10 gleichen Jahresraten.

Für nähere Details und Informationen können Sie sich an den Beratungsdienst der VZS wenden.

 

25.01.2017
25.01.2017

Das Jahr 2017 bringt einige wichtige Neuerungen in Sachen Energieeinsparung mit sich: so werden unter anderem die Qualitätsstandards für die Neubauten erhöht. Die guten Neuigkeiten: die Steuerabzüge wurden verlängert, und in einigen Fällen wurden die Abzüge sogar angehoben.

Kubatur-Bonus
Mit 2017 wurde die Regelung zum Kubatur-Bonus strikter, sowohl in Bezug auf den notwendigen Mindestenergiestandard, als auch auf die Prozente des Bonus selbst. Bei neuen Bauvorhaben, welche ab 1. Januar genehmigt werden, besteht nur dann Anrecht auf den Kubatur-Bonus, wenn der Mindeststandard "Klimahaus A Nature" erreicht wird (und damit reichen die Standards "Klimahaus A" und "Klimahaus B Natur " nicht mehr aus). Dies bedeutet, dass neue Gebäude mit einem höheren Grad an Wärmeisolierung und einer Wärmerückgewinnungsanlage ausgestattet sein müssen. Dieser Energie-Bonus wird in Form von zusätzlicher Kubatur in der Höhe von 10% (und damit sind Prozentsätze von 15% und 20% nicht mehr vorgesehen) des zu bauenden Gebäudes gewährleistet. Dieser Vorteil gilt auch für Gebäude, bei welchen mehr als 50% ihres vorherigen Volumens neu aufgebaut werden.

Fristverlängerungen und Erhöhung der Steuer-Abzüge für Gebäudesanierung
Bei Renovierung, Instandhaltung und Wiedergewinnung von Wohnungen und Wohngebäuden ist gemäß Stabilitätsgesetz 2017 ein Steuerabzug von 50% des Werts der Arbeiten möglich, und zwar bei innerhalb 31.12.2017 ausgeführten und bezahlten Arbeiten. Die Obergrenze der Kosten pro Einheit ist bei 96.000 € geblieben; dabei können jährlich maximal 4.800 Euro abgezogen werden, über 10 Jahre verteilt.

Möbel-Bonus
Auch der Möbel-Bonus, der bei Renovierungsarbeiten an der Wohnung genossen werden kann, wurde erneuert. Dabei gilt jedoch: der Bonus kann nur innerhalb 31.12.2017 genutzt werden, und nur dann, wenn die Arbeiten zur Erhaltung des Immobilienbestandes nach dem 01.01.2016 begonnen haben, und daher auch der entsprechende Steuerabzug von 50% bis maximal 96.000 zusteht. Durch den Möbelbonus können 50% der Ausgaben für Einrichtungsgegenstände oder energieeffiziente Elektrogeräte von der Steuer abgesetzt werden, bis zur Höchstgrenze der Ausgaben von 10.000 Euro.
Schlechte Nachrichten gibt es für all jene welche den "Möbel-Bonus für junge Paare" nutzen wollten. Dieser wurde leider im Gesetz für 2017 nicht berücksichtigt und daher nicht verlängert.

Ecobonus
Auch 2017 kann der Steuerabzug über 65% bei Sanierungen von privaten Gebäuden und Eigentumswohnungen, welche innerhalb 31.12.2017 in Auftrag gegeben werden, genutzt werden. Dies betrifft Arbeiten wie Wärmedämmmaßnahmen, Austausch der Heizanlage oder der Fenster und den Einbau einer Solaranlage. Der Abzug wird zu gleichen Teilen über 10 Jahre verteilt. Die maximale Höhe des Bonus richtet sich nach der Art der Arbeit und kann, im Falle einer Gesamtsanierung, bis zu 100.000 € erreichen.
Das Stabilitätsgesetz 2017 brachte auch Neuerungen bei energetischen Sanierungen an den gemeinschaftlichen Teilen von Kondominien: hier können nun 70% oder 75% der Kosten in Abzug gebracht werden. Dieser Abzug wurde bis 31.12.2021 verlängert. Dabei gilt als Gesamtwert: 40.000 Euro mal Anzahl der Wohneinheiten im Kondominium.

Registersteuer beim Kauf einer Erstwohnung
Auch für 2017 gilt beim Kauf der Erstwohnung die vergünstigte Registersteuer von 2% (anstelle der 9%) auch für jene, die zum Zeitpunkt des Kaufs bereits eine andere Immobilie als Erstwohnung besitzen, sofern diese innerhalb eines Jahres verkauft wird. Die Bedingung für die Vergünstigung (man verkauft innerhalb eines Jahres die Erstwohnung, und kauft dann wieder eine andere) wird sozusagen „umgekehrt“.

Weitere Informationen zu den genannten Themen in den verschiedenen Informationsblättern der Verbraucherzentrale Südtirol.

Telefonische Fachberatungen unter Tel. 0471/975597 (Dr. Daniela Magi und Dr. Margaret Brugger) oder Montag unter Tel. 0471/301430 (Frau Christine Romen); persönliche Fachberatungen sind gegen Terminvormerkung möglich.


Medien-Information
Bozen, 25.01.2017

 

Infos

Vergütungsmöglichkeiten für den Photovoltaikstrom

Die Photovoltaikförderung im Rahmen des Fünften Energiekontos (Quinto Conto Energia) hat mit 06. Juli 2013 ihr Ende gefunden. Die 6,7 Milliarden Euro, welche für die Photovoltaikförderung vorgesehen waren, sind ausgeschöpft.

Seither können im Rahmen eines Neubaus die Privatpersonen nur mehr einen Ausgleich im Rahmen des so genannten scambio sul posto erhalten oder den produzierten Photovoltaikstrom verkaufen.

Staatliche Förderung für den Einbau von Wärmepumpen, Solaranlagen und Biomasseanlagen

Mit 03. Jänner 2013 ist das Ministerialdekret (Dekret vom 28. Dezember 2012) zum 1. Wärmekonto in Kraft getreten. Mit 31. Mai 2016 (Dekret vom 16. Februar 2016 – GU Nr. 51 vom 02.03.2016) traten einige Neuerungen und Vereinfachungen in Kraft.

Für Privatpersonen und Kondominien sieht das neue Fördersystem (Conto termico 2.0) bis zu 65% Förderung für die Nutzung erneuerbarer Energien vor.
 

Energieeinsparung durch einen Wintergarten

Wintergärten müssen aus energetischer Sicht vorsichtig beurteilt werden, denn durch eine falsche Planung oder Nutzung können Wintergärten sogar zu einem erhöhten Energieverbrauch führen. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn der Wintergarten über die geöffnete Tür des Wohnraumes mit beheizt wird.

Es sei also an dieser Stelle vermerkt, dass nur ein unbeheizter Wintergarten zur Energieeinsparung beitragen kann.

Ein Leitfaden für Darlehensnehmer mit besonderem Augenmerk auf Wohnbaudarlehen

Die richtigen Schritte zum Darlehen

1. Frage: Wie viel kann ich monatlich oder semestral an Raten bezahlen, ohne mich zu sehr einschränken zu müssen? Die Grundkalkulation ist dabei folgende:

Die Kreditinformationssysteme (SIC), einst "Risikodatenbanken"

Wenn Sie bei einer Bank oder einer Finanzgesellschaft um ein Darlehen angesucht haben und Ihnen dieses nicht gewährt wird, könnte es sein, dass das einen ganz bestimmten Grund hat: Ihr Name könnte in einer Datenbank für nicht kreditwürdige Kunden aufscheinen.

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