Heizanlagen im Vergleich

Das Angebot Heizanlagen wird immer größer, differenzierter und für den Verbraucher immer unüberschaubarer.

Im Zentrum des Interesses von Bauherren/frauen steht die Frage nach kostengünstigen Möglichkeiten , Haus und Wohnung zu beheizen. Diese Frage wird umso drängender, je mehr die Brennstoffkosten für fossile Energieträger, wie Erdöl und Erdgas in die Höhe klettern.

Eine sehr gute Möglichkeit, in diesem Bereich vergleichende Daten zu erhalten, ist der so genannte Heizkesselbarometer. Mit seiner Hilfe gelingt es, sich ein Bild über die verschiedenen Möglichkeiten der Beheizung der eigenen vier Wände und der jeweiligen Kosten zu verschaffen.
 

Heizkesselbarometer

Der Heizkesselbarometer ist eine Kostenstudie von diversen Heizsystemen. Dabei geht man von einem Gebäude mit einer Leistung von 15 kW und einem Jahresnutzenergiebedarf von 15.000 kWh aus.

Die zweite Kostenstudie bezieht sich auf eine Leistung von 7 kW und einem Jahresnutzenergiebedarf von 7.000 kWh erstellt.

Der Heizkesselbarometer berücksichtigt nicht nur die Kosten für die Anschaffung eines Heizkessels, sondern auch die nachfolgenden Brennstoffkosten und die Wartung. Förderungen und steuerliche Abzugsmöglichkeiten, die bei der Anschaffung einer Heizanlage zur Verfügung stehen, finden hingegen keine Berücksichtigung.

 

Der Preis ist heiß

Dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn jene Heizanlagen, die in der Anschaffung am günstigsten sind, verlieren nun durch diesen Vergleich an Attraktivität.
 

Kurzübersicht:

Anlagen mit 15 kW Leistung

Anlage Preisvergleich
Heizöl 100%
Erdgas 54%
Flüssiggas 114%
Scheitholz 44%
Hackschnitzel 56%
Pellets 67%
Fernwärme (Biomasse) 47%
Tiefenbohrung mit Wärmepumpe 70%
Flächenkollektor mit Wärmepumpe 54%
Luftwärmepumpe 49%

Stand: 31. März 2026

 

Anlagen mit 7 kW Leistung 

Anlage Preisvergleich
Heizöl 100%
Erdgas 57%
Flüssiggas 123%
Scheitholz 51%
Hackschnitzel 71%
Pellets 75%
Fernwärme (Biomasse) 51%
Tiefenbohrung mit Wärmepumpe 83%
Flächenkollektor mit Wärmepumpe 67%
Luftwärmepumpe 56%

 Stand: 31. März 2026
 

Neben den im Heizkesselbarometer angeführten Heizsystemen, gibt es auch andere Möglichkeiten die eigenen vier Wände zu beheizen, wie z.B. durch eine teilsolare Raumheizung, eine Ganzhausheizung, eine direkt Stromnutzung mittels elektrischer Fußbodenheizung, elektrische Infrarotheizkörper, die Kombination von Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage und vieles mehr.

Der Heizkesselbarometer wurde von Herrn Gantioler Günther ausgearbeitet.

Der detaillierte Heizkesselbarometer steht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale für alle Interessierten zur Verfügung.

 

Tipp

Vergleichen sie sämtliche Heizsysteme, die für sie in Frage kommen, unter den oben erwähnten Gesichtspunkten, wie Anschaffungskosten, Brennstoffkosten und Wartung; nur dann können sie sicher gehen, dass Sie das für sich das idealste und eventuell auch kostengünstigste System ausgewählt haben.

 

Zusätzlich zum Einbau einer neuen Heizanlage helfen auch einfache Energiespartipps, um die zukünftigen Heizkosten zu senken:

  • Das Absenken der Raumtemperatur um nur 1 °C spart rund 6 % Energie;
  • Richtiges Lüften (Stoßlüften) verhindert unnötige Wärmeverluste;
  • Heizkörper nicht durch Vorhänge oder Verkleidungen verdecken;
  • Wärmeabgabesysteme (Heizkörper, Fußbodenheizung, …) regelmäßig entlüften – Luft im Heizkreislauf erhöht den Energieverbrauch;
  • Abends Rollläden, Jalousien und Vorhänge schließen, um Wärmeverluste zu verringern;
  • Regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Heizanlage erhöhen deren Effizienz;
  • Zusätzliche Dämmmaßnahmen – z. B. an Fenstern oder Heizkörpernischen – können den Wärmebedarf weiter reduzieren.



Weitere Infos unter:
www.verbraucherzentrale.it

Stand
04/2026

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