Stromverbrauchsindex

Jährlich über 100 Euro Strom sparen

Durch einfache Sparmaßnahmen lassen sich in einem durchschnittlichen Haushalt (2.700 kWh) mindestens 20% und somit jährlich rund 110 Euro Strom einsparen.
Der Haken an der ganzen Geschichte, viele Verbraucher wissen gar nicht wie hoch ihr Stromverbrauch ist und wo das Einsparpotential schlummert.
 

Der Stromverbrauchsindex schafft Abhilfe

Durch den Stromverbrauchsindex (kurz SVI), wel-cher vom Verbraucherzentrale Bundesverband erarbeitet wurde, kann auf einfache Weise festges-tellt werden, wo der eigene Stromverbrauch im Vergleich zum Zielwert liegt und wie hoch somit kurz- bis mittelfristig das eigene Einsparpotential ist.

Der SVI wird folgendermaßen ermittelt:

Für Haushalte ohne elektrische Warmwasserbe-reitung:
Anzahl der Personen x 500 kWh + 500 kWh = Zielwert in kWh

Für Haushalte mit elektrische Warmwasserberei-tung:
Anzahl der Personen x 500 kWh + 500 kWh + (Anzahl der Personen x 500 kWh= Zielwert in kWh

Ist der eigene Stromverbrauch nun höher als der Zielwert, so sollte unbedingt gehandelt werden.
Bereits durch das Abschalten des Stand-by-Betriebs und den Ersatz veralteter Kühl- und Gefriergeräte können auf einfache Weise rund 20% des Stromverbrauchs und somit ca. 100 Euro eingespart werden. Laut Aussage des Bundesverban-des lassen sich durch Neuinvestitionen, mittelfristig sogar 50% des Energieverbrauches reduzieren.
 

Beispielsberechnung

Ein Ehepaar verbraucht jährlich 3.200 kWh Strom. Das warme Wasser wird über den Heizkessel im Keller bereitgestellt. Der SVI berechnet sich dann wie folgt:

2 Personen x 500 kWh + 500 kWh = 1.500 kWh

Im Vergleich zum tatsächlichen Stromverbrauch kann dieser Wert (1.500 kWh) als Ziel für den Stromverbrauch genommen werden. Gegenüber dem derzeitigen Stromverbrauch des Paares be-steht demnach ein Einsparpotential von 1.700 kWh (= 3.200 kWh – 1.500 kWh). Dies entspricht 53%.
Ein kurzfristiges Stromsparziel könnte hingegen zunächst die Einsparung von etwa 650 kWh sein, also etwa 20%.

Auf diese Weisen lassen sich kurzfristig ca. 130 Euro und mittelfristig sogar 340 Euro pro Jahr einsparen.
 

Jährliches Einsparpotential bei einem 2-Personen-Haushalt

  • durch das Ersetzen von 4 herkömmlichen Glühlampen (60 Watt) durch Energiesparlampen (11 Watt) ergibt sich eine Einsparung von 50 Euro.
    Aber Achtung: Energiesparlampen erzeugen Elektrosmog! Deshalb sind sie nur dort einzusetzen, wo keine direkte Nähe zu sich länger aufhaltenden Personen besteht!
  • durch das Vermeiden von Standby-Verlusten lassen sich über 80 Euro einsparen;
  • Durch die Verwendung von Steckerleisten lassen sich 80% der Geräte einfach abschalten, wenn sie nicht genutzt werden. Somit lassen sich rund 80 Euro einsparen.
  • 27 Euro lassen sich durch den Austausch der alten Kühl- Gefrierkombination und deren Ersetzen durch ein sehr sparsames Gerät einsparen;
  • der Austausch eines über 20 Jahre alten Kühlschranks und deren Ersetzen durch ein Gerät der Energieeffizienzklasse A++ bringt sogar eine Ersparnis von 33 Euro mit sich;
  • durch den Ersatz eines 13 Jahre alten Gefrier-schranks und die Anschaffung eines A++-Gefrierschranks lassen sich 65 Euro einsparen;
    durch die Neuanschaffung eines Wäschetrockners lassen sich im Vergleich zum alten Gerät 32 Euro einsparen;
  • bei durchschnittlichen Fernsehgewohnheiten von 4,5 Stunden pro Tag spart ein Röhrengerät oder ein LCD-Fernseher gegenüber einem Plasmafernseher ca. 85 Euro;


Quelle:
www.vzbv.de (Verbraucherzentrale Bundesverband)

Strompreis:
Für die Berechnungen wurde ein Strompreis von 0,20 Euro pro Kilowattstunde herangezogen.

Weitere Informationen:
www.verbraucherzentrale.it

Stand
10/2016

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