Energie-, Strom und Wasserspartipps

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21.04.2017
21.04.2017

„... wir erhöhen Ihre Vertragsleistung auf 4,5 kW und Sie zahlen weiterhin nur 3 kW ...“ - Mehrkosten betragen allerdings 158 €!

VZS: wer bei 3 kW bleibt und in den freien Markt wechselt, spart gegenüber dem „Angebot“ bis zu 389 Euro - Vorsicht auf bindende Vertragsdauer von 36 Monaten

Was Otto und Ottilie Normalverbraucher hier lesen? Es gibt mehr Leistung für gleiches Geld. Doch dem ist, bei genauerer Betrachtung, leider nicht so. In der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) hat man die neuen Angebote von Alperia genauer unter die Lupe genommen.

Das Angebot „Family“ richtet sich nach Angaben der Landesenergiegesellschaft Alperia Energy an Kunden des „Geschützten Grundversorgungsdiensts Alperia Energy“ - d.h. an alle ehemaligen Etschwerke-KundInnen, die sich noch im geschützten Markt befinden. Sie erhalten beim Wechsel in den freien Markt einen Einmal-Bonus, Skonti auf den Energieanteil der Rechnung (diese sinken über die Jahre) und zahlen die Leistungskomponente der Rechnung, als ob sie noch 3 kW beziehen würden, auch wenn sie 4,5 kW beziehen. Die Neukunden müssen sich für 36 Monate verpflichten, ansonsten muss der Einmal-Bonus erstattet werden.

Eine Standard-Familie zahlt derzeit am geschützten Markt mit Leistung 3 kW ca. 511 € pro Jahr; das wären in drei Jahren also 1.533 €. Mit Alperia Family zu 4,5 kW zahlt die Familie 450 im 1. Jahr, 554 € im 2. Jahr und 559 € im 3. Jahr. Dazu kommen noch die Kosten für die Leistungserhöhung von 3 auf 4,5 kW, die in etwa 128 € betragen dürften (die genauen Kosten werden in den Angeboten nirgendwo angeführt).

Insgesamt bringt der Wechsel also Mehrkosten in Höhe von ca. 158 € in einem Zeitraum von 3 Jahren mit sich. „... zahlen weiterhin nur 3 kW ...“? Wohl eher nicht. Und: wechselt dieselbe Familie zur Trientner Energiegesellschaft mit einem 4,5 kW Vertrag, zahlt sie in drei Jahren ca. 169 € mehr, immer inklusive Leistungserhöhung, also ein Plus von noch mal knapp 11 Euro in 3 Jahren, und das ohne Vertragsbindung auf 36 Monate.

Nicht viel anders sieht es beim Angebot „Free“ aus, das mit einem Willkommensbonus von 60 € wirbt (auch dieser muss zurückgegeben werden, wenn man nicht 36 Monate im Tarif verbleibt). Dieses Angebot richtet sich an Kunden im geschützten Grundversorgungsdienst und an jene anderer Anbieter. Ist man also z.B. Kunde der Trientner Energiegesellschaft Dolomiti, zahlt man dort derzeit mit Leistung 3 kW etwa 445 € pro Jahr. Ein Wechsel zu Alperia mit Free (und gleichbleibender Leistung) bringt auch hier Mehrkosten von knapp 88 Euro in 3 Jahren mit sich, trotz Willkommensbonus!

Wer hingegen am freien Markt den günstigsten Anbieter wählt, zahlt bei gleichbleibender Leistung 1.303 € in drei Jahren, also 231 € weniger als am geschützten Markt. Das Sparpotential gegenüber dem Angebot Family (die Mehrkosten fallen weg) beläuft sich dabei auf stolze 389 € in drei Jahren. Gegenüber dem Angebot Free mit Willkommensbonus spart man ebenfalls, und zwar 121 €, immer in 3 Jahren.

Alte Tarife von Sel und AE Premium
Wer einen solchen Tarif hat, der sollte nach Meinung der VZS von einem Wechsel absolut absehen, da hier nur Mehrkosten entstehen (und zwar in Höhe von 20 bis 110 Euro im Dreijahreszeitraum, je nachdem ob man Anrecht auf den Bonus hat oder nicht).

Fazit
Wer einen günstigen Tarif sucht, der tut gut daran, Werbeversprechen erst einmal kritisch zu betrachten. Genaue Antworten auf die Frage nach der Günstigkeit eines Angebots liefert der Vergleichsrechner Trovaofferte auf www.autorita.energia.it. Dabei gilt es, gut zwischen einmalig und dauerhaft gewährten Rabatten zu unterscheiden.
Auch sind die neuen Angebote von Alperia alles andere als einfach konzipiert: Einmal-Boni im ersten Jahr (die bei vorzeitigem Austritt erstattet werden müssen), Skonti auf eine Tarifkomponente, die im Lauf der Zeit sinken, und zwar teilweise ganz auf Null, sowie Leistungskomponenten, die heruntergesetzt sind – Familien dürften sich nach Meinung der VZS schwer tun, hier eine klare Vorstellung der zu zahlenden Beträge zu haben.

Die VZS steht für individuelle Ermittlungen des günstigsten Stromanbieters zur Verfügung.

NB. Alle Berechnungen wurden mit Jahresverbrauch von 2.700 kWh für Bozen durchgeführt. Wir haben die Tarife mit größter Sorgfalt berechnet; falls sich in der Bewertung der Angebote von Alperia Ungenauigkeiten finden sollten, so sind wir gerne bereit, diese gegen Vorlage der genauen Berechnung samt Rechenweg zu korrigieren.

16.12.2016
16.12.2016

Verbraucherzentrale gibt Energiespartipps für den Advent


In der Adventszeit steigt in vielen Haushalten der Energieverbrauch auf ein Jahreshoch. Kein Wunder, denn man verbringt einen Großteil seiner Zeit in den warmen Wohnräumen. Zudem läuft das Backrohr auf Hochtouren und die Weihnachtsbeleuchtung lässt für einige Wochen das Haus im hellen Glanz erstrahlen. Damit dem Fest nicht ein Kostenschock folgt, gibt die Energieberatung der Verbraucherzentrale Südtirol praktische Tipps zur Energieeinsparung.
 

Weihnachtsbeleuchtung mit Köpfchen nutzen

Leuchtende Weihnachtsmänner, blinkende Sterne im Fenster, Lichterketten rund ums Haus. Ab dem 1. Advent bis zum Dreikönigstag erstrahlen Häuser und Wohnungen dank der Weihnachtsbeleuchtung im hellen Lichterglanz. Kaum jemand denkt in dieser Zeit an den Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten.

Damit nicht nach der Weihnachtszeit einen Kostenschock folgt, sollte die weihnachtliche Lichtdekoration mit Köpfchen genutzt und ausgewählt werden. Sind rund ums Haus mehrere Lichtschläuche im Einsatz (ein 8 Meter langer Lichtschlauch verbrauchten beispielsweise rund 150 Watt), so können bei einer Einschaltzeit von täglich 8 Stunden nach fünf Wochen schon mal Mehrkosten in Höhe von rund 50 Euro entstehen.
Vergleichsweise verbraucht ein 9 Meter langer LED-Lichtschlauch bis zu 80% weniger an Strom. Die Verbräuche bei den LED-Lichtschläuchen liegen im Schnitt zwischen 14 und 30 Watt. Die höheren Anschaffungskosten für die LED-Technik machen sich bereits nach kurzer Zeit bezahlt und dies nicht nur aufgrund des geringeren Stromverbrauches, sondern auch durch die längere Lebensdauer. Auch für den Weihnachtsbaum werden einzelne LED-Kerzen zum Feststecken angeboten.
 

Backofen mit Bedacht benutzen

Plätzchen, Kuchen und Braten belegen in der Adventszeit für so manche Stunde den Backofen. Bei den meisten Backwaren und Gerichten kann man auf das Vorheizen verzichten und vermeidet somit einen unnötigen Energieverbrauch und Kosten. Durch die gezielte Nutzung der Restwärme des Backrohrs lässt sich zusätzlich einiges an Strom einsparen. Außerdem ist in der Regel das Backen mit Umluft effizienter als mit Ober- und Unterhitze, da die Betriebstemperaturen etwa 20 bis 30 Grad niedriger sind. Zudem kann auf mehreren Ebenen gleichzeitig gebacken werden.
Sind die Gerichte erst einmal fertig gebacken, so sollten man sie gut abkühlen lassen bevor man sie in den Kühlschrank stellt. Auch hierbei lässt sich noch einiges an Strom einsparen.
 

Gezieltes Lüften und Heizen vermeidet unnötige Energieverluste

In der kalten Jahreszeit verbringt man gerne seine Zeit in den warmen Wohnräumen. Um die Heizkosten nicht unnötig zu strapazieren, sollte gezielt geheizt und gelüftet werden.
Ein Grad weniger Raumtemperatur bringt beispielsweise rund 6% weniger an Energieverbrauch mit sich. Aber vor allem das falsche Lüften kann im Winter den Energieverbrauch stark erhöhen. Die effektivste und energiesparendste Methode, die Luft schnell auszutauschen, ist kurzes Querlüften.
Dabei werden gegenüberliebende Fenster und Türen geöffnet, um Zugluft zu produzieren. Schon nach kurzer Zeit (1 bis 3 Minuten) kann dann alles wieder verschlossen werden.
 

Und noch ein Tipp für die Weihnachtsgeschenke

Unterhaltungselektronik steht Jahr für Jahr ganz weit vorne auf den Wunschzetteln. Wer dem Beschenkten und dessen Stromrechnung langfristig etwas Gutes tun will, achtet bereits beim Schenken auf den Energieverbrauch.


Hilfreiche Informationen

Weitere hilfreiche Energiespartipps sind in den verschiedenen kostenlosen Infoblättern der Verbraucherzentrale Südtirol enthalten. Diese sind auf unserer Internetseite, bei dem Verbrauchermobil, im Hauptsitz und den Außenstellen erhältlich.

Alternativ zu den Infoblättern bietet die Verbraucherzentrale eine Bau- und Energieberatung, welche jeweils montags von 9-12 und 14-17 Uhr telefonisch unter 0471-301430 zur Verfügung steht. Bei Bedarf können auch persönliche Fachberatungen vereinbart werden (Anmeldung erforderlich!).



Medien-Information
Bozen, 16.12.2017

06.04.2016
06.04.2016

VZS untersucht neue Alperia-Tarife: dem Verbraucher wird eine Mogelpackung verkauft


„Ein Abschlag von bis zu 20 Prozent auf den Energiepreis und eine kostengünstige Leistungserhöhung“, das sind - laut Aussagen von Alperia, dem neuen Energiedienstleister Südtirols mit 225.000 Kunden - die zentralen Punkte des neuen Stromangebots für Südtiroler Haushalte. Und nicht wenige Presseorgane haben in ihren Aufmachern diese Schlagzeilen unterstrichen. Mit diesem Tarifmodell vollziehen die fusionierten Sel und Etschwerke die vielgepriesene „Heimholung des Stroms nach Südtirol“. Ob dabei die Südtiroler Bevölkerung von dieser Fusion mit profitiert ist nicht nur fraglich, sondern eindeutig anhand der nachfolgenden Zahlen zu widerlegen.

Neuer Alperia Welcome Tarif
Dieser verspricht das derzeit günstigste Angebot auf dem freien Markt zu sein. Dies ist eindeutig falsch. Jeder kann sich beim Stromrechner (Trovaofferte) der Aufsichtsbehörde für Strom und Gas vom Gegenteil überzeugen. Der garantierte Rabatt berechnet auf den Energiepreis des Geschützten Grundversorgungsdienstes: 20% im ersten, 15% im zweiten Jahr und 10% ab dem dritten Jahr stellt sich wie folgt dar.
 

Leistung 3 kW, Verbrauch pro Jahr 2.700 kWh (Werte in Euro)

 

Jahr Alperia
Welcome
%* Alperia
Welcome
"Green"
%* Grund
-versorgung
Billigster
Anbieter
Sel
(geschätzt)
AE Premium
(geschätzt)
1. 465,07 -3,8 478,27 -1,07 483,46 461,99 435,11 474,23
2. 469,65 -2,86 482,85 -0,13 483,46 461,99 435,11 474,23
3. 474,23 -1,91 487,43 0,82 483,46 461,99 435,11 474,23

*im Verhältnis zum Grundversorgungsdienst

Um einen Überblick zu bekommen haben wir auch eine Projektion der Tarife auf die nächsten 5 Jahre gemacht:

Gesellschaft Kosten   Mehrkosten:
5 Jahre Sel 3 kW kosten ... 2.175,57    
5 Jahre AE Premium 3 kW kosten ... 2.371,15 = 195,58
5 Jahre Alperia 3 kW kosten ... 2.357,42 = 181,85
5 Jahre Alperia Green 3 kW kosten ... 2.423,42 = 247,85

Es ist zu beachten, dass vor allem die derzeitigen Kunden von Sel (Seltrade) den Strom um 10%, in besonderen Situationen auch noch günstiger, beziehen. Somit der Rat der VZS: Die günstigeren Alt-Verträge sollten nicht leichtfertig aus der Hand gelassen werden. Für Etschwerke-Kunden lohnt sich hingegen ein Wechsel, wenn auch in bescheidenem Ausmaß.

Somit konnte Seltrade in der Vergangenheit seinen Stromtarif bei viel höheren Strom-Großhandelspreisen der letzten Jahre mit einem glatten Abschlag von 10% und mehr verkaufen. Jetzt bei viel geringeren Strompreisen an der Börse geht das bei der neuen Gesellschaft Alperia plötzlich nicht mehr. Im Jahr 2012 betrug der mittlere nationale Einheitspreis (PUN) 75,48 €/MWh; im April 2016 lag er bei 33,72 €/MWh, betrug also knapp die Hälfte. Hier gibt es nur 2 Möglichkeiten: Entweder Alperia muss für ihre Gesellschafter Profitgier betreiben oder sie muss Kosten für ineffiziente Strukturen abdecken. Beides ist der Beteiligung der Südtiroler Bevölkerung am Stromkuchen gelinde gesagt hinderlich.

Neuer Alperia Welcome Plus Tarif
„Alperia Welcome Plus ist das erste Angebot in Italien, das Ihnen einen exklusiven Rabatt garantiert und darüber hinaus noch einen Bonus von 150 Euro bei einer Leistungserhöhung zusichert.“ so verkauft Alperia ihren Beitrag zur Erhöhung der verfügbaren Leistung von 3,3 kW auf 4,5 kW. Ein Bonus von 150 Euro und ein Rabatt von 10% berechnet auf den Energiepreis des Geschützten Grundversorgungsdienstes wird gewährt. Der Bonus muss bei vorzeitiger Kündigung rückerstattet werden.

Dies bedeutet für einen Haushalt, der die Leistung von 3,3 auf 4,5kW steigern möchte, und gleich viel Strom verbraucht, folgende Mehrkosten:
 

Leistung 4,5 kW (Wechsel von 3 kW), Jahresverbrauch 2.700 kW (Werte in Euro)

 

Jahr Alperia
Welcome
Plus
%** %* Alperia
Welcome
Plus "Green"
%* Grund-
versorgung
Billgster
Anbieter
Sel
(geschätzt)
AE
Premium
(geschätzt)
1. 673,02 22,15 -11,47 686,22 -9,73 760,21 736,50 684,19 750,95
2. 673,02 56,27 -11.47 686,22 -9,73 760,21 736,50 684,19 750,95
3. 755,52 56,27 -0,62 768,72 1,12 760,21 736,50 684,19 750,95

*im Verhältnis zum Grundversorgungsdienst // **im Verhältnis zu Grundversorgung mit Leistung 3 kW

NB: Der Bonus von 150 € wurde auf 2 Jahre verteilt, da er bei Kündigung innerhalb von 24 Monaten erstattet werden muss


Mehrkosten pro Jahr bei Wechsel auf 4,5 kW ab dem 2. Jahr: 285,87 €

Gesellschaft Kosten = Mehrkosten:
5 Jahre Sel 4,5 kW kosten ... 3.420,95    
5 Jahre AE Premium 4,5 kW kosten ... 3.754,74 = 333,80
5 Jahre Alperia 4,5 kW kosten* ... 3.612,62 = 191,68
5 Jahre Alperia 4,5 kW Green kosten* ... 3.678,62 = 257,68

*mit Bonus von 150 € für Wechsel zu 4,5 kW

Wir möchten daran erinnern, dass in Deutschland trotz den etwas höheren Strompreises die Haushalte bis über 12 kW Leistung beanspruchen können ohne dass der Grundpreis (also jener für 3,3 kW Leistung) erhöht wird.

Grüne Energie
„Zum monatlichen Preis von nur einem Kaffee garantierten wir die Lieferung von Energie welche zu 100% aus Südtiroler Wasserkraft stammt.“ Was früher selbstverständlich war und im Grunde als Südtirol-Standard gilt schlägt nunmehr mit 13,20 Euro pro Jahr auf den Stromrechnungen der Südtiroler Kunden zu Buche. Wir berechnen diesen Aufpreis nunmehr immer mit, da wir überzeugt sind, dass dies das mindeste ist, was den Südtirolern zusteht.

Wettbewerb
Mit dem für die Altkunden noch gültigen Seltrade Stromtarif hatten die Südtiroler Kunden im Durchschnitt das beste Angebot des freien Marktes zur Verfügung. Unseres Erachtens wären noch größeren Abschläge möglich gewesen. Leider hat auch eine diesbezügliche Initiative der Verbraucherzentrale Südtirol zum „gemeinsamen Einkauf“ keinen Durchbruch geschafft. Nichtsdestotrotz sind die Angebote von Alperia nicht mehr die besten und schränken somit den Preiswettbewerb ein. Leider versucht jetzt auch Alperia in die Stromtarif-Trickkiste zu greifen und mit einem Einmal-Bonus und Begrüßungsgeldern sich besser darzustellen, indem man nicht auf die Details eingeht. Somit müssen hier die Kunden noch besser aufpassen und ganz genau nachrechnen, um langfristig nicht schlechter abzuschneiden. Somit kann auch die Privatisierung am Strommarkt als gescheitert angesehen werden, wenn der Markt für die Stromkunden de facto fast keine Abschläge bereit hält und diese ganz genau aufpassen müssen nicht eventuell mehr für ihren Strom zu bezahlen als ihnen der geschützte Markt garantiert. Schade dass sich daran auch eine Gesellschaft in vorwiegendem Landesbesitz beteiligt. Die Verbraucherzentrale Südtirol befürchtet mit der Abschaffung des geschützten Strommarktes mit 2018 jetzt noch mehr, dass Monopolstellungen und unseriöse Geschäftspraktiken zu Lasten der Stromkunden zunehmen werden. Hier sollte eingeschritten werden. Die zuständige Aufsichtsbehörde für Strom und Gas ist dazu nicht in der Lage.

Ist auch die Strompolitik gescheitert? Gratisstrom kann noch Beteiligung am Südtiroler Stromkuchen bringen
Die neuen Alperia Tarife sind nicht die besten am Markt. Somit bringen sie für die Südtiroler Kunden sicher keine Beteiligung am Stromkuchen Südtirols. Hier kann nur mehr der von der Verbraucherzentrale Südtirol vor einiger Zeit ins Spiel gebrachte Gratisstrom von 300 kWh je Bürger und Jahr für Abhilfe sorgen (Details dazu in unserer Pressemitteilung vom 02.07.2015, siehe ). Es ist ein Gebot der Stunde, den Artikel 13 des Autonomiestatuts endlich umzusetzen und dabei nur die Spitzenverdiener auszuschließen. Familien mit beiden Eltern als Einkommensbeziehern sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden.
Der abschließende Kommentar der VZS zu den Alperia-Tarifen: Bei diesen stattlichen Preisen verdienen sich die Kunden mehr als eine Schachtel Pralinen. Angesichts des eingeschlagenen Weges wird die Verbraucherzentrale Südtirol eine vermeintliche Übervorteilung der Kunden ganz genau im Auge behalten.
 

Infos

Dämmstoffe dienen dazu Bauteile, wie Außenwände, Dach, Decken gegen zu hohe Wärmeverluste zu schützen.

Wärmedämmstoffe sind Materialien, welche durch ihre Beschaffenheit, eine Vielzahl verschiedener Merkmale aufweisen. In erster Linie bieten sie Schutz vor Kälte, Hitze und Lärm. Auch ihre Dampfdiffusion, Wasserbeständigkeit und Umweltfreundlichkeit und nicht zuletzt der Preis sind wichtige Faktoren, welche bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen.

Den idealen Wärmedämmstoff für alle Einsatzgebiete gibt es nicht!

Vergütungsmöglichkeiten für den Photovoltaikstrom

Die Photovoltaikförderung im Rahmen des Fünften Energiekontos (Quinto Conto Energia) hat mit 06. Juli 2013 ihr Ende gefunden. Die 6,7 Milliarden Euro, welche für die Photovoltaikförderung vorgesehen waren, sind ausgeschöpft.

Seither können im Rahmen eines Neubaus die Privatpersonen nur mehr einen Ausgleich im Rahmen des so genannten scambio sul posto erhalten oder den produzierten Photovoltaikstrom verkaufen.

Zahlreiche Geräte im Haushalt stehen ständig unter Strom, denn sie sind durchgehen in Bereitschaft, im so genannten Standby-Betrieb. Bei den meisten Geräten leuchtet als Hinweis darauf ein rotes, grünes oder gelbes Lämpchen auf, so z.B. beim Fernseher, bei Videorecorder, Satellitenempfänger, Stereoanlage, Kaffeemaschine, Computer, Faxgerät, Anrufbeantworter, Alarmanlage usw. Aber auch Geräte mit Displayfunktionen und laufenden Uhren verbrauchen ständig Strom.

Energieeinsparung durch einen Wintergarten

Wintergärten müssen aus energetischer Sicht vorsichtig beurteilt werden, denn durch eine falsche Planung oder Nutzung können Wintergärten sogar zu einem erhöhten Energieverbrauch führen. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn der Wintergarten über die geöffnete Tür des Wohnraumes mit beheizt wird.

Es sei also an dieser Stelle vermerkt, dass nur ein unbeheizter Wintergarten zur Energieeinsparung beitragen kann.

Jährlich über 100 Euro Strom sparen

Durch einfache Sparmaßnahmen lassen sich in einem durchschnittlichen Haushalt (2.700 kWh) mindestens 20% und somit jährlich rund 110 Euro Strom einsparen.
Der Haken an der ganzen Geschichte, viele Verbraucher wissen gar nicht wie hoch ihr Stromverbrauch ist und wo das Einsparpotential schlummert.
 

Durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung wird die verbrauchte (Geruch-, Schadstoff- und Wasserdampf haltige) Luft mittels Ventilator aus den Räumen ins Freie abtransportiert. Die frische Luft wird entweder durch Durchlässe in den Außenbauteilen oder über ein Rohrsystem in die Wohn- und Schlafräume gebracht. Damit sich die Luft über den gesamten Wohnbereich verteilen kann, sind entsprechende Luftöffnungen, welche sich meist im Bereich der Innentüren befinden, notwendig.

Zuerst werden sie herbeigesehnt und dann möglichst hinausgesperrt: Sommer und Sonne müssen im Wohnbereich wohldosiert sein, damit sie nicht zur Belastung werden. Ab wie viel Grad die Hitze als unangenehm empfunden wird ist individuell unterschiedlich und hängt stark von der jeweiligen Tätigkeit, der Luftfeuchte und der Luftbewegung (Wind) ab.

Wenn die Heizkosten unentwegt nach oben steigen, wird es Zeit, den Sparhebel anzusetzen. Neben verschiedensten Wärmedämmmaßnahmen und einem energiesparenden Benutzerverhalten, muss auch der Heizkessel einem Energiecheck unterzogen werden. Denn auch wenn der alter Heizkessel (20 Jahre und älter) noch „gut“ ist, so verbraucht er im Vergleich mit einem neuen doch rund 20 % mehr an Heizenergie. Durch den Austausch des alten Kessels könnte somit einiges an Geld eingespart werden. Den veralteten Heizkessel ständig reparieren zu lassen bzw.

Durch Kochen, Baden, Duschen, Wäschetrocknen in der Wohnung, aber auch durch den Menschen und die Zimmerpflanzen wird Feuchtigkeit an die Räume abgegeben. Wird diese Feuchtigkeit nicht nach außen abgeführt, so kommt es oft und gerne zu Schimmelbildungen.

Besonders in den kalten Jahreszeiten zeigen sich dann meist vermehrt in den Ecken, hinter Schränken und dergleichen hässliche Schimmelflecken. Die Schimmelsporen können unter Umständen auch der Gesundheit schaden. Aus diesem Grund sollte der Entstehung von Schimmel unbedingt vorgebeugt werden.
 

Fenster verursachen oft große Wärmeverluste, bedingt durch die im Verhältnis zum restlichen Gebäude schlechten Wämedämmeigenschaften und durch den oft nicht luftdichten Einbau.

Die Fenster aufgrund ihrer hohen Energieverluste als Wärmelöcher abzustempeln wäre nicht ganz korrekt. Ein Fenster bietet einerseits die Möglichkeit einen Blick ins Freie zu erhalten und andererseits die Sonnenenergie zu nutzen und somit Energiegewinne zu erwirtschaften.

Das Trinkwasser ist eines unserer kostbarsten Güter; ohne Trinkwasser wäre das Leben auf der Erde nicht möglich.

Die Erdoberfläche besteht zwar aus über 70% aus Wasser, davon sind jedoch 97% Salzwasser und nur 3% Süßwasser. Wenn man bedenkt, dass der größte Teil des Süßwassers in Form von Eis gespeichert ist, bzw. sich in Tiefen befindet, deren Erschließung nicht wirtschaftlich ist, so wird klar, dass Wasser nicht unbeschränkt zur Verfügung steht.
 

Die Höhe des jährlichen Stromverbrauchs eines Haushalts hängt einerseits von der Anzahl der verwendeten Elektrogeräte, deren Alter bzw. Energieeffizienz und der Betriebsstunden ab, andererseits aber auch von der Anzahl der Personen im Haushalt und deren Benutzerverhalten.

Durch eine gezielte Verbrauchskontrolle, mittels z.B. der Energie-Check-Karte, und einem energiesparenden Benutzerverhalten, kann ohne größere Investitionen bereits einiges an Geld eingespart werden.
 

Stromspartipps

Allgemeine Tipps:

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